Die 7. Lebenswoche
... aus Zeitmangel habe ich die 7. Woche hier komplett reinkopiert - daher passt diese eine Woche nicht ganz.
Nun wissen wir auch, wie sich die beiden weißen Mädels aufteilen wollen.
Es war wirklich schön zu beobachten. Sie unterscheiden sich nur um Nuancen.
Surina ist sofort zu Gioia gelaufen und beide waren happy miteinander.
Suriella hat Gioia eher wie Luft behandelt. Somit hat sie es tatsächlich entschieden.
Die beiden Mädels der Familie machen das toll. Sie sind vorsichtig, aber dennoch in ihrem Vorhaben fest.
Man sieht schön, wie die Welpen sich Kämmen lassen.
Gut, das habe ich natürlich schon geübt, dennoch würden sie sich das nicht von jedem gefallen lassen.
Auf manchen Bildern sieht man nur Fell - da muss man schon genau hinschauen.
Endlich fressen die Welpen Futter. Nassfutter ist jetzt immer leer, Nuka kann keine Reste mehr fressen.
Und, heute haben wir auch Trockenfutter (getreidefrei) gefuttert. Na also - kaum 3 Wochen später 😁.
Surimika-Luna nimmt auch wieder zu. Sie hat jedes Gramm in ihre Beine gesteckt - die sind tatsächlich höher geworden.
Suriviano-Milo - 1.320 Gramm
Surimika-Luna - 810 Gramm
Surina heißt jetzt Suri -
1. 020 Gramm
Suriella heißt jetzt Coco (Chanel) -
1.020 Gramm
Die Kleinen werden zunehmend agiler.
Sie freuen sich wie Bolle, wenn jemand kommt und sie streicheln möchte. Da wird alles andere für sie unwichtig. Das heißt aber eben auch, dass sie sehr eng mit ihren Menschen sein möchten.
Jetzt war endlich das Wetter etwas besser und sie waren das erste Mal mit Mama und großer Schwester im Garten.
Das hat sie relativ wenig beeindruckt, muss ich sagen. "Augen zu und durch" scheint ihr Motto zu sein. Sie sind sehr unerschrocken, mir teilweise viel zu unvorsichtig - da sind Elowelpen echt anders.
Man merkt hier im Vergleich schon, dass ein Elo - ich nenne es mal "vernünftiger" an die Lebenserkundung geht.
Hier haben wir ja das Zusammenspiel von Chihuahua (einst lebende Wärmflasche, aber auch Alarmhund, territorial und sehr schnell), Biewer-Terrier (freundlich und menschenbezogen, aber auch gerne Rattenfänger und mutig), Shihtzu (ein wachsamer Schoßhund in Palästen).
Und der Poo ist in all seinen Schlägen (bis auf den Kleinsten, da muss man sehr gut auswählen) ein wahnsinnig toller Hund. Ursprünglich ein Wasserjagdhund, der die Aufgabe hatte, die geschossenen Enten ans Ufer zu bringen. Durch seine Intelligenz hat er aber keinerlei Probleme, sich - sofern er wie ein Hund behandelt wird - gut anzupassen. Er ist sehr fröhlich, neugierig und aktiv.
Milo-Suriviano 1.400 Gramm
Luna-Surimika - 860 Gramm
Suri-Surina - 1.120 Gramm
Coco-Suriella - 1.140 Gramm
Die 8. Lebenswoche
Es beginnt wieder eine entscheidende Phase: Der Übergang von der Prägung zur Sozialisierung. In dieser Zeit sind die Welpen sehr formbar, neugierig, aber auch sensibel.
Der Tierarzt war da. Die erste Impfung hat stattgefunden und der Chip wurde gesetzt.
In einer Vereinszucht kommt in der Regel ein Zuchtwart, der den Wurf abnimmt und ein Protokoll an die Zuchtleitung schreibt. Wenn alles seine Ordnung hat, dürften die Welpen ab der vollendeten 8. Lebenswoche abgegeben werden.
Daher macht es bei diesem Wurf (für nicht anerkannte Rassen gibt es keinen Verein) bei uns der Tierarzt und stellt ein Gesundheitszeugnis aus.
Nebenbei wurde Higgins bestochen - mit ein paar Krapfenstückchen mit Marmelade - sowas hat er von uns noch nie bekommen 🧐🤗.
So können die neuen Familien den ersten Tierarztbesuch schön gestalten, wenn sie möchten. Einmal abhören lassen, streicheln, Tisch anschauen, vom Tierarzt ein Leckerli bekommen und wieder nach Hause. Somit ist die Praxis mit ihrem Geruch positiv für die Kleinen, da ja gar nix passiert ist.
Bei uns wurden die Welpen mit getrockneter Lunge abgelenkt, somit waren die beiden Spritzen fast gar nicht schlimm.
Die Welpen lernen intensiv im Spiel mit Wurfgeschwistern, erkunden die Umwelt und werden weiter an verschiedenene Situationen gewöhnt.
Wichtig ist jetzt die Förderung der Frustrationstoleranz, damit es später kein Gejammer und Geheule gibt, wenn ein "Wunsch nicht gleich erfüllt wird". Wenn die neue Familie an die Tipps hält, klappt es problemlos, sich einen entspannten, allseits gern gesehenen Hund heranzuziehen. Und gerade das ist bei den Kleinhunden wichtig.
Mittlerweile futtern die Welpen auch schon gutes Trockenfutter, ein wenig Lammpansen und weitere stinkige Dinge, damit der Darm sich an vieles gewöhnt. Die Hundemama bekommt auch schon wieder ihre normale Ration, damit die Milch langsam zurückgeht und ihr die Entwöhnung leichter fällt.
Trotz hoher Aktivität benötigen Welpen viel Schlaf (18-20 Stunden täglich).
Ab dieser Woche können Welpen vermehrt Ängste entwickeln, weshalb eine behutsame Umwelterkundung wichtig ist und meiner Meinung nach diese Woche für eine Abgabe - wenn die neue Familie nicht wirklich viel Hundeerfahrung hat - sehr ungeeignet ist.
Die Welpen werden alle noch etwas bleiben, da noch das Kennenlernen der "Hundesprache" von erwachsenen Hunden ansteht. Das ist super wichtig für die spätere Zeit. Die fangen aber jetzt erst mit der Erziehung an.
Das dürfen die Welpen noch schön mitnehmen.
Selbstständig müssen sie die Hürden meistern. Das dauert ein wenig, manche quietschen ne Weile. Irgendwann merken sie, dass man mit Quietschen nicht weiterkommt. Jede Situation, die sie alleine schaffen, macht sie selbstbewusster.
Es wird erkundet und wir werden immer mutiger. Auch das Wohnzimmer wird nun belagert.
Die 9. Lebenswoche
Das Gehirn der Kleinen ist jetzt extrem aufnahmefähig, Erfahrungen prägen das spätere Verhalten stark.
Jetzt sind sie sehr neugierig und erkundungsfreudig.
Sie werden lernfähig für Regeln, erste Grenzen. Sowohl vom Menschen, als auch von unseren anderen Hunden gesetzt.
Soziale Bindung zu Menschen entwickeln sich schnell. Es ist wirklich unglaublich, wie die Chibietzu-Poos auf den Menschen abfahren. Alles ist nebensächlich, wenn ein Mensch da ist und sie mit ihm Kontakt aufnehmen können.
Spielverhalten mit Geschwistern wird differenzierter,
Beißhemmung wird weiter gelernt.
Diese passen die Welpen aber dem Hundefell an - dass die Zähnchen beim Menschen direkt auf die Haut treffen, wird von ihnen nicht berücksichtigt.
Im Gegensatz zum Elo spielen sie sehr laut, knurrig, keifend. Man meint, sie bringen sich um... nein, es passiert gar nichts, es ist nur laut.
Neue Umweltreize werden aktiv aufgenommen.
In dieser Phase entscheidet sich oft, wie offen, sicher und lernfreudig ein Hund später ist.
Ihre Umwelt wird von uns erweitert.
Im Haus und im Garten.
Diese Tage werden sie bereits für kurze Zeit ohne Geschwister den Garten erkunden. Das ist eine riesige Herausforderung. Nur ein Mensch wird dabei sein. Jeder Schritt macht sie selbstbewußter.
Charakterbeobachtung
Jetzt zeigt sich viel vom Wesen:
Mutig oder vorsichtig, ruhig oder temperamentvoll, menschenbezogen,
verspielt, beobachtend.
Jeder der Vier ist etwas anders. Es sind Nuancen, die aber für Ihr späteres Leben zusammen mit Ihrer Familie wichtig sind. Wenn man das dann richtig lenkt, wird das richtig, richtig gut.
Suriviano wiegt jetzt 1.750 Gramm
Er heißt jetzt Rivano🥰.
Surimika-Luna wiegt jetzt 1.050 Gramm
Surina-Suri wiegt 1 260 Gramm
Suriella-Coco-Chanel wiegt jetzt 1.330 Gramm
Wir hatten Besuch. Von dem coolsten 7 Monate alten Bolonka, den ich jeh gesehen habe. Sehr offen, freundlich, nicht bellend, sehr entspannt. Nur bei Higgins und den Ponys hat er geknurrt - sicherheitshalber mal.
Belagerung vom Feinsten.
Selbstverständlich üben wir auch schon die schwierigste Situation für kleine Chibietzu-Poos. Die große Halbschwester ist not amused, wie man sieht: Was ist ein Sofa und wie sichere ich mir den besten Platz.
Doch, von Luna habe ich auch Fotos gemacht. Jedoch alle verschwommen gewesen, von dem kleinen Blitz 😎🤷🏼♀️.
Das Zuhause wird von den Surimis umgebaut - statt Muffinhöhle gibt es jetzt ein Muffinnest.
Es gibt die ersten Hühnerfüße. Sie waren sich anfangs noch nicht einig, ob das essbar ist oder nicht.
Die zehnte Lebenswoche
Sie heißen jetzt nicht mehr Surimis, sondern Kamikazes 😂. Unglaublich, diese Schnelligkeit. Und ohne Rücksicht auf Verluste. Die anderen Hunde beteiligen sich jetzt auch an der Erziehung.
Jeder reagiert etwas anders. Sowohl die Erwachsenen, als auch die Welpen. Die Kleinen lernen, dass es viele verschiedene Verhaltensweisen gibt.
Maisie, die jüngste Elo-Hündin mit 9 Monaten, übt schon mal. Sie macht das Kinderhüten sehr geduldig und vorsichtig.
Sofort wird Kontakt aufgenommen und analysiert:
Aha, Besuch.
War schon öfter hier.
Hat nen Hund dabei.
Und Leberkässemmeln, von denen wir NICHTS abbekommen haben.
Und Karotten, die WIR nicht wollten.
Fotografiert ständig.
Ist Ü 50, weiblich und Single.
Suriviano-Rivano
Surimika-Luna
Surina-Suri
Suriella-Coco-Chanel
Surimika-Luna ist ein ausgezogen. In eine sehr liebe, hundeerfahrene Familie.
Wir haben natürlich schon Rückmeldungen, es klappt sehr gut ❤️.
Die drei Resthunde bleiben noch ein wenig bei uns. Sie machen (noch😜 ) sehr viel Freude.
Rivano wiegt jetzt 2.230 Gramm
Suri wiegt jetzt 1.560 Gramm
Coco-Chanel wiegt jetzt 1.660 Gramm
Die 11. Lebenswoche
Gemeinsam sind sie stark. Einzeln klappt hier auf dem Grundstück auch schon gut, es sind aber immer noch weitere Hunde dabei.
Sobald ein erwachsener Hund "Gefahr" brüllt, rasen die Welpen zur sicheren Terrasse Richtung Tür nach innen.
Das ist absolut richtig so.
Auch gehen sie im Dunkeln mit mir und Erwachsenen Hunden in den Garten. Auch das ist neu und erst nach zwei, drei Wiederholungen abgehakt.
Und dann war eine Hubschrauber- Nachtübung aus einer Kaserne in der Nähe. Riesenhubschrauber machen einen Höllenlärm. Die Welpen kamen zu mir, um Schutz zu suchen. Das war echt cool. Alleine später soetwas durchzustehen, ist dann über die Sicherheit des Halters gut zu bewältigen.
Gemeinsames Grasen
Die letzten gemeinsamen Tage brechen an. Es wird jetzt aber auch Zeit, außerhalb des Grundstücks zu erfahren, wie groß und wie weit die Welt wirklich ist.
Sie bekommen zunehmend Meinungsverschiedenheiten - heißt, der Kopf braucht Neues.
Die gemeinsame Zeit endet hier. Bestimmt gibt es hier und da ein Wiedersehen.
